Edinburgh Reiseführer mit den Tipps für Ihren Urlaub in Schottland

Edinburgh, Hauptstadt Schottlands und der Region Lothian, zweitgrößte Stadt Schottlands, an der Ostküste, südlich des Meeresarmes Firth of Forth gelegen.

WIRTSCHAFT
Edinburgh hat sich zum wichtigsten schottischen Banken-, Versicherungs- und Geschäftszentrum entwickelt. Wichtige Gewerbezweige sind Druck- und Verlagswesen, Whiskyherstellung, Papierproduktion, Herstellung von elektrischen und elektronischen Geräten sowie Verarbeitung von Nahrungsmitteln und Tabak. Der Hafen von Edinburgh bei Leith bzw. Granton ist der wichtigste an der schottischen Ostküste und dient u. a. als Stützpunkt für den Schiffsverkehr im Zusammenhang mit der Erdölindustrie in der Nordsee. Die Einnahmen aus dem Tourismus – besonders im Zusammenhang mit dem Edinburgh Festival – sind ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.

STADTBILD UND KULTUR
Die Festivalstadt Edinburgh gilt als eine der schönsten Städte Europas, sie ist seit langem Ziel zahlreicher Besucher aus dem Ausland. Um das prächtige Schloss (Edinburgh Castle) erstreckt sich die Altstadt. Die Anfänge des Schlosses reichen bis in das 6. Jahrhundert zurück, als König Edwin von Northumbria der Stadt ihren Namen gab. Bis 1603 diente das Schloss (Hauptbauzeit 14./15. Jahrhundert) als Königsresidenz. Hier befindet sich auch die aus dem 12. Jahrhundert stammende Saint-Margaret-Kapelle, das älteste Gebäude der Stadt.

Die Royal Mile verbindet das Schloss mit dem Palast Holyroodhouse, der um 1498 als Gästehaus für die englische Königin errichtet und von 1671 bis 1679 als königliche Residenz umgebaut wurde. Die Royal Mile ist der attraktivste Straßenzug der Stadt: The Hub (Zentrum des Edinburgh Festivals), die Kathedrale St. Giles (15. Jahrhundert), Parliament Houses (1632-1640), City Chambers, John Knox House, Museum of Childhood und weitere Sehenswürdigkeiten liegen an dieser Straße.

Nördlich der Princess Street befindet sich der Stadtteil New Town, ein Meisterwerk georgianischer Stadtarchitektur aus dem 18. Jahrhundert. Zu den wichtigen kulturellen Einrichtungen in Edinburgh gehören die National Gallery of Scotland (1859), die Scottish National Portrait Gallery and Museum of Antiquities (1882), das Royal Museum of Scotland (1854), die Scottish National Gallery of Modern Art sowie Museen zur schottischen Geschichte. Bedeutende Bildungseinrichtungen sind die Universität Edinburgh (gegründet 1583), die Heriot-Watt-Universität (1821), die Kunstakademie sowie Institute für Architektur, Technik, Pädagogik und Theologie. Seit 1947 wird jährlich das Edinburgh Festival abgehalten, eines der weltweit renommiertesten Kunstfestivals.

Bedeutende technische Bauwerke der Stadt sind die Dean Bridge (1829-1831), der Bahnhof Waverley Station (1864) und die Gewächshäuser der Botanischen Gartens (1834, 1858 und 1965). Die weltberühmte Forth Bridge über den Firth of Forth westlich von Edinburgh, eine Eisenbahnbrücke aus Stahl mit einer Gesamtlänge von mehr als 1,6 Kilometern, wurde von 1882 bis 1890 erbaut.

GESCHICHTE
Edinburgh entwickelte sich am Fuß des Schlossfelsens um die im 6. Jahrhundert n. Chr. gebaute Burg. Im 11. Jahrhundert residierte hier Malcolm III., König von Schottland. König Robert Bruce gewährte Edinburgh 1329 eine Verfassungsurkunde. 1437 löste die Stadt Perth als schottische Hauptstadt ab, nachdem Jakob I. von Schottland dort ermordet worden war. Mit dem Act of Union mit England (1707) wurde das schottische Parlament aufgelöst. Edinburghs Ausdehnung über seine mittelalterlichen Grenzen hinweg wurde 1767 vom Stadtrat beschlossen. Während des 18. und 19. Jahrhunderts florierte das kulturelle Leben in der Stadt. Sie war u. a. das Zuhause der Autoren Robert Burns, James Boswell und Sir Walter Scott sowie der Philosophen Adam Smith und David Hume. Die UNESCO erklärte Edinburgh 1995 zum Weltkulturerbe. Bei einem Großbrand wurden Anfang Dezember 2002 Teile der Altstadt zerstört.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 449 000 2001).

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