Bodrum Reiseführer mit den Tipps für Ihren Urlaub in Tuerkei
Auf der Halbinsel im Norden des Golfes von Gökova liegt ein singendes, schwingendes Städtchen mit vielen Künstlern und Intellektuellen: Bodrum. Der griechische Gelehrte Homer beschrieb die Landschaft als eine “unendliche Bläue”. Auf einer Landzunge zwischen Ost- und Westhafen bewacht ein mächtiges, mittelalterliches Kastell die Bucht des ehemaligen Halikarnossos. Schneeweiße, blumenübersäte Häuser zieren die Ufer. Die in den Bodrumer Bootswerften hergestellten Boote sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Ob Yachteigner, Pauschaltourist oder Rucksackreisender – in Bodrum fühlen sich Alle wohl.
Bodrum ist das Zentrum für Bau, Wartung und Reparatur von Yachten – Yachttourismus ist dort eine Haupteinnahmequelle. Bis zu 30 m lange Segelyachten mit modernster Technik werden hier gebaut. Wer die Seeluft mag, geht auf die "Blaue Reise" in die glasklaren Gewässer des Golfs von Gökova, wo man in eine grün-blaue Farbensinfonie eintauchen kann. In Bodrum und Umgebung gibt es zahlreiche, wunderschöne Sandstrände von ursprünglicher Schönheit. Sie sind ideal zum Ausspannen, Fisch essen oder die Flora bewunden.
Das kulturelle Erbe der Umgebung Bodrums ist faszinierend, sei es das Amphitheater, die Felsengräber oder das Myndos-Tor, das eines der Stadttore von Halikarnassos war. 99 Jahre dauerte der Bau der Burg von Bodrum. Sie hieß ursprünglich St. Peter und wurde von den Rittern des Johanniterordens auf Rhodos im 15. Jahrhundert errichtet. Ein großer Teil des Baumaterials stammte vom Mausoleum des karischen Königs Mausolos, das eines der Sieben Weltwunder der Antike war.
Das Bodrumer Museum für Unterwasserarchäologie gehört zu den weltweit bedeutendsten seiner Art. Allein die Kollektion von Amphoren aus dem östlichen Mittelmeerraum ist einmalig. Besuchszeiten: täglich außer Montag von 10.00 - 12.00 und von 14.00 - 18.00 Uhr. Das Freilichtmuseum zeigt den Ort, an dem eines der Sieben Weltwunder stand: Das Grabmal für den karischen König Mausolos. Das Wort “Mausoleum” leitet sich davon ab. Leider wurde es bei einem großen Erdbeben zerstört, die Steine wurden später für den Bau der Bodrumer Burg verwendet. Schöne Reliefstücke wanderten im 19. Jahrhundert im Gepäck britischer Ausgräber ins Londoner British Museum.
Zahlreiche Völkerstämme kamen nach Bodrum, da sich von dort aus die Herrschaft über die Ägäis festigen ließ. Vor der Zeitenwende gehörte Bodrum, damals Halikarnassos genannt, zu Karien, einem zwischen Lykien und Ionien gelegenen Königreich. Bodrum stand auch unter der Herrschaft der Perser, Mazedonier, Römer und Byzantiner. Im Mittelalter gewann der Ritterorden der Johanniter in Bodrum die Oberhand, der auch den Bau des Kastells St. Peter durchführte. Halikarnassos und Umgebung brachten bedeutende Persönlichkeiten, wie Herodot und mehrere Künstler, hervor.
Bodrum ist ein Künstlerstädtchen, dementsprechend reich und originell ist das Angebot. Lederarbeiten, Schmuck, Bilder, Spitzen, Häkelarbeiten, Dekorationsstücke und Antiquitäten werden in den vielen Geschäften und an den Ständen angeboten. An sechs Tagen in der Woche gibt es Obst- und Gemüsemärkte, auf denen auch handgewebte Stoffe angeboten werden.
Probieren Sie mal Köpoglu, eine Vorspeise aus Joghurt. Weitere Highlights für den Gourmet-Gaumen sind gefüllte Kürbisblüten, Bergamotte-Konfitüre und 'ada cay', ein Kräutertee.
Zu jeder Tages- und Nachtzeit kann man in Bodrum ein anderes Vergnügen erleben. Bodrumer Nächte haben durch die Beleuchtung der märchenhaft strahlenden Burg etwas Magisches. Den Innenhafen mit einem vom Jazz bis zur klassisch türkischen Musik reichenden Angebot sollte man erlebt haben!
Die Winter sind mild, die Sommer heiß und trocken – trotzdem ist die Hitze gut erträglich. Denn im Sommer weht nachmittags immer eine starke Brise, “meltem” genannt.
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