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Dschibuti, Republik am östlichen Ausläufer des afrikanischen Kontinents; früher französisches, von den Volksgruppen der Afar und der Issa bewohntes Gebiet. Im Osten grenzt es an den Golf von Aden, im Südosten an Somalia, im Süden und Westen an Äthiopien, und im Norden an Eritrea. Es liegt an einer strategisch günstigen Stelle an der Straße von Bab el Mandeb, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Das Land hat eine Fläche von etwa 23 200 Quadratkilometern. Die Hauptstadt heißt ebenfalls Dschibuti.
Dschibuti besteht überwiegend aus ariden Hochebenen. Im Landesinneren wird die Oberfläche durch eine Reihe von Salzwasserbecken unterbrochen. Im Norden am Golf von Tadjoura, einem tiefen Einschnitt in die Küstenlinie, liegen mehrere Berge mit Höhen zwischen 1 500 und 1 800 Metern.
Dschibuti hat ein heißes Wüstenklima. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in der Hauptstadt beträgt 30° C. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt zwischen 127 Millimetern in der Hauptstadt Dschibuti und etwa 380 Millimetern in den Bergen.
Das Land hat eine Einwohnerzahl von etwa 467 000 (2004), was einer Bevölkerungsdichte von 21 Personen pro Quadratkilometer entspricht. Der wichtigste Hafen und die einzige größere Stadt ist die Hauptstadt Dschibuti, deren Einwohnerzahl rund 523 000 beträgt (1999). Die zwei wichtigsten ethnischen Gruppen sind die Afar (Denakil) und die Issa, die eng mit dem somalischen Volk verwandt sind. Beide Gruppen sprechen kuschitische Sprachen und sind überwiegend Muslime (siehe afrikanische Sprachen). Die Amtssprachen sind Französisch und Arabisch. Zu den Minderheiten zählen Europäer und Araber.
Staatsoberhaupt ist der für eine Amtszeit von sechs Jahren direkt gewählte Präsident, der Premierminister steht dem Kabinett vor. Die Legislative liegt bei der Nationalversammlung, der Chambre des Députés, deren 65 Mitglieder für eine Amtszeit von fünf Jahren vom Volk gewählt werden. Wichtigste politische Parteien sind die ehemalige Einheitspartei, die Rassemblement Populaire pour le Progrès (RPP) und die Front pour la Restauration de l’Unité et de la Démocracie (FRUD). Dschibuti gliedert sich verwaltungsmäßig in vier Distrikte.
Obwohl weniger als ein Zehntel der Fläche des Landes als Weideland geeignet ist, sind etwa ein Viertel der Einwohner Dschibutis Ziegen- und Schafhirten, einige wenige auch Rinderhirten. Die Landwirtschaft beschränkt sich auf wenige Oasen; dort werden z. B. Datteln, Früchte und Gemüse angebaut. Es gibt begrenzte Vorkommen an Kupfer, Gips und Eisenerz, sie werden jedoch nicht abgebaut. Des Weiteren verfügt das Land über große geothermische Ressourcen. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 597 Millionen Dollar.
Die Währung des Landes ist der Djibouti-Franc (= 100 Centimes). Die Wirtschaft des Landes hängt stark vom Hafen in Dschibuti ab, der durch eine Eisenbahn mit Addis Abeba in Äthiopien verbunden ist; Dschibuti ist daher auch der wichtigste Seehafen für Äthiopien. Zu den von hier aus exportierten Gütern zählen Kaffee (aus Äthiopien), Tierhäute und Rinder. Die Stadt Dschibuti dient auch als Stützpunkt für den regionalen Luftfrachtverkehr.
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