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Kanada, Land in Nordamerika, grenzt im Norden an das Nordpolarmeer, im Osten an den Atlantischen Ozean, im Süden an die Vereinigten Staaten von Amerika, im Westen an den Pazifischen Ozean und den US-Bundesstaat Alaska.

Kanada ist nach Russland zweitgrößtes Land der Erde. Die Gesamtfläche beträgt 9 984 670 Quadratkilometer, wovon etwa 8 Prozent auf Binnengewässer entfallen. Das größte zusammenhängende Wassergebiet stellt der kanadische Anteil an den Großen Seen dar. Die Nord-Süd-Ausdehnung des Landes beträgt 4 600 Kilometer; von West nach Ost erstreckt es sich über 5 500 Kilometer. Cape Columbia auf der Ellesmere-Insel ist mit 83°6' Nord nördlichster Punkt des Landes. Der südlichste Punkt liegt bei 41°41' Nord im Eriesee. Von der Grenze zu Alaska bei 141 Grad westlicher Länge erstreckt sich Kanada nach Osten bis 52°37' West auf der Insel Neufundland. Das Staatsgebiet umfasst zahlreiche Inseln; die meisten davon gehören zum Kanadisch-Arktischen Archipel. Die gesamte Inselwelt Kanadas hat eine Fläche von annähernd 1,5 Millionen Quadratkilometern, wovon die Baffin-Insel knapp ein Drittel einnimmt.

Das nordamerikanische Land ist in zehn Provinzen (Alberta, British Columbia, Manitoba, Newfoundland and Labrador, New Brunswick, Nova Scotia, Ontario, Prince Edward Island, Quebec und Saskatchewan) und drei direkt der kanadischen Bundesregierung unterstellte Territorien (Northwest Territories, Yukon Territory und Nunavut) gegliedert.

Entsprechend seiner Größe ist Kanada überaus vielgestaltig. Die 202 080 Kilometer lange Küstenlinie ist durch zahlreiche Landvorsprünge und Buchten stark gegliedert. Neufundland ist die größte kanadische Insel im Atlantischen, die Vancouver-Insel die größte im Pazifischen Ozean. Zahlreiche Inseln befinden sich auch in der Hudsonbai.

Kanada gliedert sich in mehrere naturgeographische Räume. Neben dem Kanadisch-Arktischen Archipel im Norden des Landes sind dies der Kanadische Schild, die Appalachen, die Tiefländer um die Großen Seen und den Sankt-Lorenz-Strom, die Inneren Ebenen (Interior Plains) und die Nordamerikanischen Kordilleren. Während der jüngeren Erdgeschichte waren weite Teile Kanadas von mächtigen Inlandeismassen bedeckt, wodurch die Oberfläche des Landes nachhaltig überformt wurde. Nach dem Abschmelzen dieser Eismassen sammelte sich das Schmelzwasser in den Becken und Senken und bildete zahlreiche Seen.

Nahezu die Hälfte des Landes wird vom Kanadischen Schild eingenommen, der sich halbkreisförmig um die Hudsonbai von der Halbinsel Labrador im Südosten bis zum Großen Bärensee im Nordwesten ausdehnt. Dieses geologisch alte Gebiet ist aus präkambrischen, mehrere Milliarden Jahre alten Gesteinen (vor allem Granit, Gneis und Schiefer) aufgebaut und durch Gletschertätigkeit stark glazial überformt. Die flachwellige Plateaulandschaft ist in weiten Teilen 200 bis 600 Meter hoch und erreicht nur in Labrador Höhen um 1 500 Meter. Der Westrand dieser alten Landmasse wird von ausgedehnten mittelkanadischen Seen markiert. Auch große Teile der kanadischen Inselwelt im Nordpolarmeer gehören zu diesem Naturraum.

Der Osten des Landes setzt sich aus den Appalachen und den Tiefländern um die Großen Seen und den Sankt-Lorenz-Strom zusammen. Die Appalachen sind ein stark abgetragenes Rumpfgebirge, das sich bis Neufundland erstreckt, größere Höhen aber nur in den Vereinigten Staaten erreicht. Die Tieflandregion umfasst ausgedehnte Ebenen, die intensiv landwirtschaftlich genutzt werden.

Die Inneren Ebenen bilden die nördliche Fortsetzung der Great Plains der Vereinigten Staaten. Ihre West-Ost-Erstreckung erreicht an der Südgrenze Kanadas 1 000 Kilometer und nimmt nach Norden auf 400 Kilometer ab. Nach Westen steigt das Gebiet in Schichtstufen bis etwa 1 500 Meter an. Die Böden der Inneren Ebenen sind überaus fruchtbar.

Im Westen Kanadas erheben sich die Nordamerikanischen Kordilleren als Teil des ausgedehnten, erdgeschichtlich jungen Kordillerensystems, das sich von der Südspitze Südamerikas bis nach Alaska erstreckt. Der kanadische Anteil der Nordamerikanischen Kordilleren hat eine durchschnittliche Breite von 800 Kilometern und besteht aus der östlichen Kette der Rocky Mountains, intramontanen Plateaus und den pazifischen Küstengebirgen. Höchster Berg der Ostkette ist mit 3 954 Metern der Mount Robson. Zehn weitere Gipfel erreichen Höhen von mehr als 3 500 Metern. Die intramontane Plateauregion wird von Flusstälern gegliedert. In der Küstenkordillere erhebt sich der Mount Logan, mit 5 959 Metern der höchste Gipfel des Landes.

Kanada ist ein überaus seenreiches Land. 31 Seen besitzen eine Fläche von mehr als 1 300 Quadratkilometer. Zu den größten Seen gehören Großer Bärensee, Großer Sklavensee, Winnipegsee, Athabascasee sowie die Großen Seen, durch die mit Ausnahme des Michigansees, der ganz auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten liegt, die Grenze zum südlichen Nachbarland verläuft. Der Anteil Kanadas an der Gesamtfläche der Großen Seen beträgt 37 Prozent. Die bedeutendsten Flüsse sind der Mackenzie (mit dem Peace River), der dem Nordpolarmeer zufließt, der Sankt-Lorenz-Strom, der das Gebiet der Großen Seen entwässert und über den Sankt-Lorenz-Golf in den Atlantischen Ozean mündet, und der Nelson (mit dem Saskatchewan), der in die Hudsonbai fließt.

Aufgrund der hohen geographischen Breite und der Größe der Landmasse ist das Klima in weiten Teilen Kanadas kontinental geprägt mit hohen Temperaturschwankungen im Jahresverlauf. Im Norden herrschen arktische bis subarktische klimatische Bedingungen. Das Fehlen höherer von West nach Ost verlaufender Gebirgszüge ermöglicht vor allem in Mittel- und Ostkanada das Vordringen arktischer Luftmassen bis weit nach Süden. Nur in den südlichsten Landesteilen ist das Klima gemäßigt. Allgemeines Kennzeichen des kanadischen Klimas sind lange, schneereiche Winter, in denen die Temperaturen -30 °C unterschreiten können, und kurze, mitunter heiße Sommer. Durch maritime Einflüsse sind die Temperaturen der pazifischen Küstenregion milder als in Gebieten gleicher Breitenlage im Landesinneren. Auch im atlantischen Küstenbereich dämpfen ozeanische Einflüsse die Temperaturextreme und führen zu ausgeglichenerem Klima.

Im Einflussbereich des Atlantischen Ozeans liegen die Jahresniederschläge bei 1 000 bis 1 500 Millimetern; zum Landesinneren nehmen sie auf 300 bis 500 Millimeter ab. Die den niederschlagsbringenden Westwinden ausgesetzten Westhänge der Küstenkordillere erhalten wegen ihrer Stauwirkung mit 6 000 Millimetern extrem hohe Jahresniederschläge, während die Leeseite relativ trocken ist. Eine klimatische Besonderheit der Hochgebirgsregion ist der Chinook, ein warmer Fallwind an der Ostseite der Rocky Mountains, dessen Auftreten oft zu rascher Schneeschmelze führt.

Im Landesinneren sind die Vegetationseinheiten gürtelförmig angeordnet. Von Süden nach Norden sind dies borealer Nadelwald, Waldtundra und Tundra. Im Südosten Kanadas wächst unter atlantischem Einfluss Laubwald mit Ahorn (dem Flaggensymbol des Landes), Eichen, Ulmen, Eschen, Linden und Hickorys als Hauptbaumgattungen. Nach Norden nimmt der Anteil an Nadelbäumen beständig zu, bis der Übergang zum Nadelwaldgürtel erfolgt. Westlich der Großen Seen schließen an die Laub- bzw. Mischwaldregion Prärien und Grassteppen an. Im Westen Kanadas beeinflusst die Höhenlage das Pflanzenwachstum maßgeblich. Auf den niederschlagsreichen Westflanken der Gebirge gedeihen dichte Wälder mit Tannen, Fichten und Zedern, während in der intramontanen Plateauregion Kiefer die Hauptbaumgattung ist. Der Gürtel des borealen Nadelwaldes erstreckt sich in einem weiten Bogen von Neufundland bis ins nördliche Alaska und hat eine Breite von nahezu 1 000 Kilometern. Diese Vegetationseinheit umfasst vorwiegend Fichten, Tannen und Kiefern. Nach Norden geht der Nadelwald in die Waldtundra über, ein Gebiet mit lichteren Baumbeständen. Auf dem nördlichen Festland und den südlichen Inseln der arktischen Inselwelt gedeiht Tundrenvegetation mit Zwergsträuchern, Kräutern, Gräsern und Moosen. Die jährliche Vegetationsperiode ist auf den wenige Monate dauernden Zeitraum beschränkt, in dem der Dauerfrostboden auftaut. Der nördliche Teil des Kanadisch-Arktischen Archipels ist weitgehend gletscherbedeckt und damit nahezu vegetationsfrei.

Vor allem in den letzten Jahrzehnten ging in Kanada sehr viel natürlicher Lebensraum verloren. Das Land soll schätzungsweise 80 Prozent der ursprünglichen Feuchtgebiete eingebüßt haben, wobei allein von 1980 bis 1990 ein Verlust von insgesamt 23 Prozent zu beklagen war. Ebenso sind die Prärie, die Wälder im südlich gelegenen Ontario, die Wälder Akadiens in den maritimen Provinzen und der Regenwald an der Westküste gefährdet. Heute besitzt Kanada insgesamt nur noch 10 Prozent seines ursprünglichen Waldbestandes. Die Wälder wurden vor allem in den Bergen von British Columbia durch die Forstwirtschaft stark ausgedünnt. Das Land leidet unter den Folgen von Kahlschlägen, die Erdrutsche und schwere Bodenerosionen verursacht haben, wodurch u. a. die Lebensräume der Lachse gefährdet sind.

Die größte Bedrohung für die Umwelt in Kanada geht jedoch vom sauren Regen aus, für den die Vereinigten Staaten von Amerika zu 50 Prozent verantwortlich sind. Er entsteht infolge der Erzförderung und der Kohlekraftwerke. Der saure Regen schädigt bzw. tötet Bäume und vergiftet Binnengewässer. 43 Prozent der Gesamtfläche Kanadas sind vom sauren Regen stark betroffen, wobei die östlichen Provinzen seit Mitte der siebziger Jahre besonders unter seinen Auswirkungen leiden. Durch Maßnahmen zur Luftreinhaltung scheint der saure Regen langsam zurückzugehen. Eine Studie, die von 1981 bis 1994 an 202 Seen in Ontario, Québec und den atlantischen Regionen durchgeführt wurde, hat ergeben, dass sich der Versauerungsgrad in den meisten Gewässern entweder verbessert hat oder zumindest stabil geblieben ist, einige wenige Seen weisen allerdings eine Verschlechterung auf.

Die Tierwelt Kanadas ähnelt der von Nordeuropa und Nordasien. In den Laub- und Mischwäldern des Südostens leben Wapitis (nordamerikanische Rothirsche), Elche, Schwarz- und Braunbären (zur letzteren Art gehören die Grizzlys). Die Grasländer des südlichen Landesinneren bieten Lebensraum für Bisons und Kojoten. In den Gebirgsregionen des westlichen Kanada gibt es neben Wapitis, Elchen und Bären auch Luchse, Pumas und Schneeziegen. Der boreale Nadelwaldgürtel ist das Verbreitungsgebiet kleinerer Säugetiere wie Füchse, Marder und Biber. Waldtundra und Tundra sind Hauptlebensraum von Karibus, Moschusochsen, Polarfüchsen und Lemmingen. An den arktischen Küsten leben Walrosse, andere Robbenarten und Eisbären.

Die einheimische Tier- und Pflanzenwelt steht in zahlreichen Nationalparks und Naturreservaten unter Schutz. Größtes Schutzgebiet ist der 45 000 Quadratkilometer große Wood Buffalo Nationalpark, in dem zahlreiche vom Aussterben bedrohte Arten vertreten sind. Bemerkenswert ist der Bisonbestand mit etwa 6 000 Tieren.

Kanada ist ein klassisches Einwanderungsland und weist eine große ethnische und kulturelle Vielfalt auf. Etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung ist britischer oder irischer Abstammung, 28 Prozent sind Nachkommen französischer Einwanderer. Amtssprachen sind Englisch und Französisch. Die überwiegende Mehrheit Französisch sprechender Einwohner lebt in der Provinz Quebec, wo Frankokanadier 78 Prozent der Bevölkerung stellen. Außerdem leben in Kanada Nachfahren von Einwanderern aus vielen anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Italien, Polen, der Niederlande und der Ukraine. Während der letzten Jahre erfolgte eine verstärkte Zuwanderung von Asiaten, vor allem aus Indien, Vietnam und Hongkong. Der Anteil indianischer Ureinwohner an der Gesamtbevölkerung liegt nur noch bei etwa 2 Prozent, steigt aber gegenwärtig an. Die Angehörigen der knapp 600 Indianerstämme leben über das gesamte Land verteilt, während die etwa 30 000 Eskimo überwiegend im Norden ansässig sind.

Die Einwohnerzahl Kanadas beträgt 32,5 Millionen (2004). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 3,5 Einwohnern je Quadratkilometer. Siedlungsschwerpunkt ist ein etwa 300 Kilometer breiter Gürtel entlang der Grenze zu den Vereinigten Staaten im Südosten Kanadas. 62 Prozent der Landesbevölkerung leben in den Provinzen Ontario und Quebec. Weite Teile im Nordwesten des Landes sind nahezu menschenleer.

Mit 79 Prozent ist der Anteil der Stadtbevölkerung sehr hoch (2002). Toronto, eine Hafenstadt am Ontariosee und ein bedeutendes Produktionszentrum, ist mit 5,03 Millionen Einwohnern größte Stadt des Landes. Die Einwohnerzahl der Handelsmetropole Montreal beträgt 3,55 Millionen, und auch Vancouver ist mit 2,12 Millionen Einwohnern Millionenstadt.

Weitere größere Städte sind die Hauptstadt Ottawa (1,13 Millionen), Edmonton (666 000) und Calgary (879 000 Einwohner).

Die Amtssprachen in Kanada sind Englisch und Französisch. Das kanadische Englisch unterscheidet sich nur wenig vom amerikanischen Englisch. In Ontario und Manitoba wird von etwa 5 Prozent der Bevölkerung Französisch gesprochen. In den westlichen Provinzen sprechen die meisten Menschen Englisch. In den atlantischen Provinzen wird hauptsächlich Englisch gesprochen, wenngleich etwa ein Drittel der Bevölkerung von New Brunswick Französisch spricht. In Québec ist Französisch die wichtigste Sprache. Im Siedlungsgebiet der Indianer und Eskimo gibt es mehr als 50 verschiedene Sprachen. Siehe auch Indianersprachen

87 Prozent der Bevölkerung sind Christen (47 Prozent Katholiken, 40 Prozent Protestanten). Besonders stark ist die katholische Glaubensgemeinschaft mit einem Anteil von 88 Prozent in der Provinz Quebec. Größte protestantische Glaubensgruppen sind Anglikaner und Anhänger der Vereinigten Kanadischen Kirche. Außerdem leben in Kanada Muslime, Hindus und Anhänger weiterer kleiner Glaubensgemeinschaften. 8 Prozent der Bewohner sind konfessionslos.

Der Neujahrstag (1. Januar) ist der erste Feiertag im Jahr. Im Frühling feiern die Christen Ostern (Karfreitag bis Ostermontag). Am Viktoriatag, der am dritten Montag im Mai begangen wird, wird des Geburtstags von Königin Viktoria und des Britischen Commonwealth gedacht. Am Kanadatag (1. Juli) gedenkt man feierlich des British North American Acts von 1867, der die verschiedenen Teile Kanadas vereinte. Am ersten Montag im September begehen die Kanadier den Tag der Arbeit. Am zweiten Montag im Oktober findet das Erntedankfest statt. Der 11. November ist der Gedenktag für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges. Im letzten Monat des Jahres begeht man den ersten und den zweiten Weihnachtsfeiertag (25. und 26. Dezember). Zu diesen nationalen kommen noch einige Feiertage hinzu, die nur auf Provinzebene begangen werden.

Das kanadische Bildungssystem liegt im Zuständigkeitsbereich der Provinzen und orientiert sich an britischem und amerikanischem, in der Provinz Quebec vorwiegend an französischem Vorbild. Die Schulen in den direkt der kanadischen Regierung unterstellten Territorien werden von dieser ebenso verwaltet, wie die Bildungseinrichtungen für Indianer und Eskimo. Unterrichtssprachen sind Englisch und Französisch. Aufgrund der dünnen Besiedlung und der englisch-französischen Gegensätze bildete sich keine einheitliche Nationalkultur. Die Einwanderer aller Volksgruppen und Nationalitäten konnten ihr kulturelles Erbe bewahren. Vermischung unterschiedlicher Strömungen führte vor allem in Großstädten zum Phänomen der multikulturellen Gesellschaft. Das Land bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Museen und historische Stätten.

Es besteht eine allgemeine Schulpflicht von 11 Jahren (2000); der Unterricht ist kostenlos. In Kanada gibt es 69 Universitäten mit knapp 600 000 Studenten, die für den Hochschulbesuch geringe Gebühren entrichten müssen. Größte Universität ist die Université de Quebec mit etwa 72 000 Studenten. Weitere Bildungszentren sind Toronto, Vancouver und Montreal.

Vor allem in den größeren Städten gibt es zahlreiche Museen. Zu den international bekanntesten gehören das Canadian Museum of Civilization (in Quebec), das Canadian Museum of Nature und das National Museum of Science and Technology (beide in Ottawa). Größte Bibliothek des Landes ist die National Library in Ottawa mit einer Sammlung von 14,5 Millionen Büchern und Zeitschriften.

Die bedeutendsten Theater und Konzertsäle befinden sich in Ottawa, Quebec, Montreal und Toronto. Das National Arts Center in Ottawa und die Canadian Opera in Toronto zählen zu den renommiertesten Bühnen des Landes. Bekannt ist Kanada auch für seine Freiluftveranstaltungen wie das Stratford Shakespeare Festival in Ontario. Das kulturelle Erbe der Einwanderer wird beim Ukrainian Festival in Dauphin und bei den Highland Games in Nova Scotia dargestellt.

Fernsehen und Rundfunk werden von der öffentlich-rechtlichen Canadian Broadcasting Corporation (CBC) und mehreren privaten Stationen betrieben. Die 107 Tageszeitungen erreichen eine Gesamtauflage von etwa 5 Millionen (1996). Auflagenstärkste Zeitung ist der Toronto Star mit 530 000 Exemplaren. Neben englischen und französischen Zeitungen werden auch Zeitschriften in den Sprachen von etwa 20 weiteren Volksgruppen verlegt.

Nach der Verfassung von 1982 ist Kanada eine föderalistisch strukturierte, parlamentarische Monarchie innerhalb des Commonwealth of Nations. Die Verfassung betont die Eigenständigkeit des Landes und beseitigt jegliche Eingriffsmöglichkeit Großbritanniens in kanadische Angelegenheiten. Ein wichtiges Element des Gesetzeswerkes ist der Schutz der Rechte der Ureinwohner. Die zehn Provinzen haben eigene Regierungen und Parlamente und verfügen über weitgehende Selbstbestimmung. Die drei Bundesterritorien sind direkt der Zentralregierung unterstellt.

An der Spitze der kanadischen Regierung steht der Premierminister, der vom Generalgouverneur ernannt wird. Premierminister und Kabinett sind dem Parlament verantwortlich.

Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Zweikammerparlament, das sich aus dem Senat (mit maximal 112 vom Generalgouverneur ernannten Vertretern der Provinzen) und dem Unterhaus (House of Commons mit 301 – davon 75 aus der Provinz Quebec – vom Volk nach dem Mehrheitswahlrecht gewählten Mitgliedern) zusammensetzt. Bei der Gesetzgebung wirken beide Kammern zusammen.

Die Rechtsprechung orientiert sich am britischen, in der Provinz Quebec am französischen Vorbild. Höchste juristische Instanz ist der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) in Ottawa, der sich aus dem Vorsitzenden und acht weiteren Richtern zusammensetzt. Die Provinzen besitzen eigene Gerichte.

Das politische Geschehen wurde lange Zeit von zwei großen Parteien bestimmt, der Liberal Party (Liberale Partei, LP) und der Progressive Conservative Party (Fortschrittlich-Konservative Partei, PCP). Beide lösten sich wiederholt in der Führung der Regierung ab. Während die LP ihre dominierende Rolle behaupten konnte, verlor die PCP nach der Schwächung durch interne Flügelkämpfe stark an Gewicht. Stärkste konservative Gruppierung wurde die Reform Party, die sich jedoch im April 2000 auflöste, um sich als Sammelbecken für das zersplitterte konservative Parteienspektrum anzubieten. Gemeinsam mit abgespaltenen Gruppen der PCP konstituierte sie sich unter der Bezeichnung Canadian Alliance neu. Der Bloc Québécois (BQ) ist als Abspaltung der Konservativen auf Quebec beschränkt und vertritt die Autonomie dieser Provinz. Die New Democratic Party (NDP) ist sozialdemokratisch orientiert.

Kanada war zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch ein typisches Agrarland, zählt inzwischen aber zu den höchstindustrialisierten Staaten der Erde. Das produzierende Gewerbe verarbeitet vorwiegend die ergiebigen Rohstoffe, die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Bergbau liefern. Die Wirtschaft des Landes wird durch die engen Verflechtungen mit den USA gekennzeichnet. Jedes Land ist der wichtigste Handelspartner des anderen. Das kanadische Wirtschaftspotential ist regional sehr unterschiedlich verteilt. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 714 327 Millionen US-Dollar (2002).

Der Agrarsektor stellt das Rückgrat der kanadischen Wirtschaft dar. Hauptanbauprodukt ist Weizen, der vorwiegend in den Provinzen Alberta, Manitoba und Saskatchewan kultiviert wird. Diese Region zählt zu den ausgedehntesten Weizenanbaugebieten der Erde und liefert 16 Prozent der weltweiten Weizenproduktion. Etwa drei Viertel der Ernte werden exportiert, womit Kanada nach den USA größter Weizenexporteur ist. Weitere Anbauprodukte sind Gerste, Mais, Kartoffeln, Raps, Zuckerrüben, Obst (vor allem Äpfel), Tabak und Sojabohnen. Milchviehwirtschaft in größerem Umfang wird in den Provinzen Quebec und Ontario betrieben, Viehzucht außerdem in Alberta. Auch die Pelztierzucht hat sich zu einem rentablen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Vor allem in den nördlichen Landesteilen gibt es zahlreiche Nerz- und Fuchsfarmen. Zudem werden Biber, Kojoten und Sattelrobben wegen ihrer Felle gejagt.

Etwa 45,9 Prozent der Landesfläche sind waldbedeckt (2003), 90 Prozent davon befinden sich in Staatsbesitz. Kanada zählt zu den weltweit größten Produzenten von Holz und Holzerzeugnissen. Mehr als 150 Baumarten wachsen in den Wäldern. Rund 80 Prozent des Bestands sind Nadelhölzer wie Fichten, Douglasien und Zedern.

Die Gebiete vor der kanadischen Küste sind überaus ergiebige Fischgründe. Besonders mit Thunfisch, Kabeljau, Schellfisch, Makrele und Hummer werden hohe Fangquoten erzielt. Darüber hinaus wird Fischfang (vor allem Lachs) in den Seen und Flüssen betrieben.

Kanada verfügt über ein großes Rohstoffpotential. Bis auf wenige Erze wie Chrom und Mangan werden alle für die Industrie benötigten Rohstoffe gefördert. Bei einigen Bodenschätzen wie Nickel, Kupfer, Blei, Zink, Asbest, Platin, Gold und Silber gehört Kanada zu den bedeutendsten Förderländern. Darüber hinaus ist es weltweit führender Uranproduzent. Auch bei fossilen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas gibt es vor allem in Alberta überaus reichhaltige Vorkommen.

Kanada ist weitgehend unabhängig von Energieimporten. Die Energieversorgung beruht vorwiegend auf Erdöl und Erdgas. Daneben spielt die Energieerzeugung durch Wasserkraftwerke eine wichtige Rolle, während die Bedeutung der Kohle als Energieträger rückläufig ist. In den Provinzen Quebec und Newfoundland and Labrador wird fast der gesamte benötigte Strom in Wasserkraftwerken erzeugt. Die Kernenergie deckt ungefähr 19 Prozent des landesweiten Energiebedarfs. Zwei der insgesamt 22 Kernreaktoren stehen in Ontario.

Die wichtigsten Produktionszweige sind Maschinen- und Fahrzeugbau, Erdölverarbeitung, Elektrotechnik, Textil- und Papierindustrie, Herstellung von chemischen Erzeugnissen sowie die Verarbeitung von Holz und Nahrungsmitteln. Die bedeutendsten Industriestandorte liegen in den Provinzen Ontario, Quebec und British Columbia.

Offizielle Währung des Landes ist der Kanadische Dollar (kan $) zu 100 Cents (c). Aufgrund der vergleichsweise geringen Bevölkerung ist Kanada die einzige der führenden Industrienationen, die sich nicht auf einen intensiven Inlandsmarkt stützen kann. Somit kommt dem Export eine bedeutende Rolle zu. Das Land zählt zu den führenden Welthandelsnationen. Etwa drei Viertel des Außenhandels sind auf die USA ausgerichtet; weitere wichtige Handelspartner sind Japan und die Staaten der Europäischen Union (vor allem Großbritannien und Deutschland). Ausgeführt werden vor allem Fahrzeuge, Maschinen, Papier, Erdöl, Erze, Holz und Getreide. Hauptimportgüter sind Maschinen, Stahlprodukte, optische und chemische Erzeugnisse sowie Nahrungs- und Genussmittel.

Das Verkehrsnetz ist nur in den südlichen Landesteilen dicht. Nur wenige Straßen und Bahnlinien führen in den Norden des Landes. Insbesondere für den Gütertransport besitzt die Eisenbahn noch eine bedeutende Rolle. Eisenbahnen trugen in hohem Maß zur Erschließung Westkanadas bei. Das gesamte Schienennetz umfasst 39 400 Kilometer, das Straßennetz 1 408 800 Kilometer. Der fast 8 000 Kilometer lange Trans-Canada Highway ist die längste nationale Straße der Erde; er quert Kanada in westöstlicher Richtung von der Vancouver-Insel bis Neufundland. Wichtigster Binnenschifffahrtsweg ist der Sankt-Lorenz-Seeweg, der über eine Strecke von 3 800 Kilometern die Großen Seen mit dem Atlantischen Ozean verbindet. Die wichtigsten internationalen Flughäfen befinden sich in Toronto, Vancouver, Calgary, Montreal und Edmonton. Weite Gebiete in Nordkanada sind nur mit dem Flugzeug erreichbar.

Der Fremdenverkehr ist ein wichtiger Zweig der kanadischen Wirtschaft. 90 Prozent der Besucher kommen aus den USA. Ein hoher Anteil entfällt auf Geschäftsreisende, was die engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern widerspiegelt. Urlauber werden vor allem von der vielgestaltigen Landschaft angezogen. Bevorzugte Ziele sind die Nationalparks im Westen des Landes, die Niagarafälle im Südosten sowie die Städte Montreal, Quebec und Vancouver. 1999 kamen fast 20 Millionen Besucher aus dem Ausland nach Kanada.

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