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Kuba (Staat), (República de Cuba), größte der Westindischen Inseln, südlich von Florida und östlich der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Zusammen mit zahlreichen kleineren Inseln bildet sie die Republik Kuba. Die Zufahrt zum Golf von Mexiko verläuft im Norden und Südwesten der Insel durch die Floridastraße und die Straße von Yucatán. Im Osten ist Kuba von der Insel Hispaniola durch die Windward Passage getrennt, die den nördlichen Atlantik und das Karibische Meer verbindet. Habana (La Habana; Havanna) ist Hauptstadt und größte Stadt Kubas.

Kuba hat eine Fläche von 114 525 Quadratkilometern. Die Hauptinsel erstreckt sich über eine Länge von 1 225 Kilometern.

Der größte Teil der überwiegend aus Kalkstein aufgebauten Insel wird von Tiefland geprägt. Gebirge erheben sich nur im äußersten Südosten (Sierra Maestra), im südlichen Mittelteil (Sierra de Trinidad) und im äußersten Westen (Sierra Guaniguanico). Der Pico Tuquino in der Sierra Maestra ist mit 1 974 Metern der höchste Berg Kubas. Mit Ausnahme der steil abfallenden Südküste sind Kubas Küsten flach und von zahlreichen Inseln und Korallenriffen umgeben. Die Küste ist insgesamt 3 735 Kilometer lang.

Vorherrschende Böden sind typisch tropische Roterden. Eine außergewöhnliche Naturerscheinung der Insel sind die vielen Karsterscheinungen wie Kegelkarst und Houml;hlen; ein markantes Phänomen sind z. B. die Höhlen von Cotilla in der Nähe von Habana. Die meisten der zahlreichen Flüsse Kubas sind nicht schiffbar. Längster Fluss ist der circa 340 Kilometer lange Cauto im Südosten des Landes; er entspringt in der Sierra Maestra und mündet in die Bucht von Guacanayabo.

Kuba hat randtropisches Klima, das unter dem Einfluss des Nordostpassats steht. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei 27 °C, der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt 1 320 Millimeter. Über 60 Prozent der Niederschläge fallen in der Regenzeit von Juni bis Oktober. Die Insel liegt in einer Region, die oft von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht wird.

17,2 Prozent (2000) der Fläche Kubas sind als Parks und andere Naturschutzgebiete ausgewiesen. Von den Savannen und dem tropischen Regenwald des Tieflands ist durch Rodung nur wenig übrig geblieben. In den südöstlichen Gebirgen wächst noch immergrüner Feuchtwald, und auf der Halbinsel Zapata gibt es große Mangroven- und Sumpfwälder. Auf Kuba kommen über 50 Palmenarten vor, darunter die Königspalme. Weitere einheimische Baumarten sind Mahagoni, Ebenholz, Guajakbaum, Blauholzbaum, Blutholzbaum, Rosenholz und Zeder.

Kubas Tierwelt zeichnet sich durch 137 Vogelarten aus. Der Kuba-Trogon ist der Nationalvogel der Insel. Krokodile gibt es nur noch in einigen Reservaten und Zuchtstationen auf der Halbinsel Zapata. Über 700 Fischarten und viele andere Meerestiere leben in kubanischen Gewässern. In dem tropischen Klima finden viele Insektenarten einen idealen Lebensraum, darunter für den Menschen gefährliche Insekten wie Sandflöhe und die als Überträger der Malaria bekannten Anophelesmücken.

Kuba hat etwa 11,3 Millionen Einwohner (2004) und eine Bevölkerungsdichte von 102 Einwohnern pro Quadratkilometer. Etwa 76 Prozent der Bevölkerung wohnen in den Städten (2002). Die Lebenserwartung liegt für Männer bei 74,8 Jahren und für Frauen bei 79,4 Jahren (2004).

Etwa 50 Prozent der kubanischen Bevölkerung sind Mulatten. Weiße bilden mit einem Anteil von 37 Prozent die zweitstärkste Gruppe. Schwarze stellen 11 Prozent der Gesamtbevölkerung; sie sind Nachfahren afrikanischer Sklaven. Die wenigen noch in Kuba lebenden Asiaten sind Nachfahren der Kontraktarbeiter, die nach Abschaffung der Sklaverei im 19. Jahrhundert auf die Antilleninsel kamen. Seit der Revolution im Jahr 1959 verließen mehrere Hunderttausend Kubaner das Land, die meisten davon ließen sich in den Vereinigten Staaten nieder.

Die Einwohnerzahl der Hauptstadt Habana (Havanna) beträgt etwa 2,2 Millionen (2000). Weitere große Städte sind Santiago de Cuba (442 000), Camagüey (306 000), Holguín (259 000), Santa Clara (210 000), Guantánamo (208 000), Cienfuegos (138 000) und Matanzas (125 000).

Die Amtssprache ist Spanisch. In den einzelnen Regionen Kubas haben sich verschiedene Dialekte entwickelt. Die Aussprache ist der in der Dominikanischen Republik, in Puerto Rico und in den Küstengebieten Venezuelas und Kolumbiens sehr ähnlich. Sie unterscheidet sich jedoch erheblich von der Aussprache in Zentralamerika und Südamerika und noch viel stärker von der Aussprache des Kastilischen in Spanien.

Der Anteil der bekennenden römisch-katholischen Christen ist seit der Revolution von über 70 Prozent auf rund 40 Prozent gesunken. Rund 3 Prozent der Bevölkerung sind protestantisch, die meisten von ihnen gehören der Pfingstbewegung an. Mehr als die Hälfte der Kubaner sind konfessionslos.

Am 1. Januar wird der Tag der Befreiung (1. Januar 1959) gefeiert. Ihm gehen die Silvesterfeierlichkeiten voraus (31. Dezember). Weitere Feiertage sind der 1. Mai (Tag der Arbeit), der 26. Juli, der Jahrestag des Sturmes auf die Moncada-Garnison in Santiago de Cuba (26. Juli 1953) und der 10. Oktober, der Jahrestag der Unabhängigkeitsproklamation (10. Oktober 1868). Nahezu 30 Jahre lang (seit 1969) war es den Kubanern untersagt, Weihnachten zu feiern. Dieses Verbot wurde erst 1998, im Zuge des Besuchs von Papst Johannes Paul II., aufgehoben. Oft findet gleichzeitig ein Feiertag zu Ehren eines katholischen Heiligen sowie einer afrikanischen Gottheit statt.

Die Sozialgesetzgebung ist nach der Revolution von 1959 erweitert worden und umfasst eine Kranken-, Unfall-, Alters- und Arbeitslosenversicherung sowie eine Invaliden- und Mutterschaftsrente. In den achtziger Jahren wurde auch das staatliche Gesundheitswesen erheblich verbessert. Besonderen Wert legte die Regierung dabei auf die medizinische Vorsorge.

Viele junge Ärzte wurden während der vergangenen Jahre in ländliche Regionen versetzt, wo es zuvor keine medizinische Betreuung gegeben hatte. Die medizinische Versorgung ist kostenlos.

Es besteht eine 9-jährige Schulpflicht, der Schulbesuch ist kostenlos. Nach der kubanischen Revolution maß der Staat dem Ausbau des Schul- und Bildungswesens hohe Bedeutung zu. Gegen Ende der sechziger Jahre wurden in ländlichen Gebieten ungefähr 10 000 neue Klassenräume eingerichtet. Es wurden fahrende Büchereien eingeführt und alle kirchlichen Schulen verstaatlicht. An den Hochschulen des Landes sind etwas mehr als 100 000 Studenten immatrikuliert. Größte Universität des Landes ist die Universität in Habana (gegründet 1728). Die verbreitetste Fremdsprache ist Englisch, gefolgt von Deutsch und Französisch. Im Zuge der Alphabetisierungskampagne konnte der Alphabetisierungsgrad auf 97,2 Prozent erhöht werden und gehört damit zu den höchsten in Amerika.

Die Nationalbibliothek in Habana ist die größte in Kuba und verfügt über rund 2,2 Millionen Bände. Stadtbüchereien gibt es in Habana und den Provinzhauptstädten. Das Nationalmuseum der Hauptstadt beherbergt neben Objekten der einheimischen Kultur auch Sammlungen der klassischen und der modernen Kunst. Weitere große Museen Habanas sind das Kolonialmuseum und das Anthropologische Museum. Das Emilio Bacardi Moreau Museum für Naturkunde und Kunst befindet sich in Santiago de Cuba und das Oscar M. de Rojas Museum in Cárdenas. Alle Bibliotheken und Museen unterstehen der Aufsicht des Staates. Darüber hinaus fördern kubanische Städte das kulturelle Leben und unterhalten Theater- und Balletthäuser.

In die Kultur Kubas sind spanische und afrikanische Traditionen eingeflossen. Die Kombination von spanischer Gitarre und afrikanischen Trommeln verleiht der populären kubanischen Musik (Rumba und Son) ihre ganz eigenen Formen. Ein Teil der Volksmusik, wie z. B. Punto, Zapateo und Guajira, ist stark durch die europäische Musik beeinflusst (siehe lateinamerikanische Musik).

Bekannte kubanische Schriftsteller sind die Dichter Gertrudis Gómez de Avellaneda y Arteaga und Julián del Casal (19. Jahrhundert) sowie die zeitgenössischen Schriftsteller Alejo Carpentier, José Lezama Lima und Guillermo Cabrera Infante (siehe lateinamerikanische Literatur). Wifredo Lam (1902-1982) gehörte zu den maßgeblichen Malern des Surrealismus. Von den zeitgenössischen bildenden Künstlern konnten sich Tania Bruguera (*1968) und Kcho international durchsetzen.

Der Staat hält das Monopol über alle Medien. Die Pressefreiheit ist sehr stark eingeschränkt. Als Zentralorgan der Kommunistischen Partei erscheint die Tageszeitung Granma. Wochenzeitungen sind Trabajadores (Organ des Gewerkschaftsverbandes) und Juventud Rebelde (Organ des Jugendverbandes). Das Instituto Cubano de Radio y Televisión (ICRT) unterhält zwei Fernsehkanäle und mehrere Hörfunksender. Der Zugang zum Internet wird staatlicherseits streng kontrolliert, der Kauf von Computern, auch für den privaten Gebrauch, bedarf einer behördlichen Genehmigung.

Gemäß der Verfassung von 1976 (mit Änderungen von 1992) ist Kuba ein sozialistischer Staat mit Einparteiensystem. Die Führungsrolle der Kommunistischen Partei Kubas (Partido Comunista de Cuba; PCC) ist in der Verfassung verankert.

Staatsoberhaupt und Regierungschef ist der Vorsitzende des Staatsrates (Consejo de Estado) und des Ministerrates; er ist zugleich Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates sowie Oberbefehlshaber der Streitkräfte und mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet.

Oberstes Legislativorgan ist der Volkskongress (Asamblea Nacional del Poder Popular), dessen 601 Mitglieder für fünf Jahre durch direkte, allgemeine Wahlen bestimmt werden. Der regulär zweimal pro Jahr zusammentretende Volkskongress wählt den 31-köpfigen Staatsrat, das oberste Repräsentativorgan des Landes, sowie auf Vorschlag des Staatsoberhauptes den Ministerrat.

Die Judikative liegt auf landesweiter Ebene beim Obersten Volksgerichtshof. Auf Provinz- und Regionalebene gibt es Provinz- und Kommunalgerichte. Für Straftaten gegen den Staat werden Revolutionstribunale einberufen.

Kuba ist in 169 Kommunen und 14 Provinzen gegliedert. Die Isla de la Juventud bildet ein Sonderverwaltungsgebiet und ist der Zentralregierung direkt unterstellt.

Die kubanische Armee besteht aus rund 46 000 Soldaten (2002). Sie wurde größtenteils durch die Sowjetunion ausgerüstet. Der Marine gehören rund 3 000 und der Luftwaffe circa 8 000 Soldaten an. Kuba unterhält außerdem eine bewaffnete Bürgerwehr, der rund 1,3 Millionen Männer und Frauen angehören. Während der siebziger und achtziger Jahre waren kubanische Truppen in verschiedenen afrikanischen Staaten militärisch engagiert.

Ab 1959 wurden innerhalb kürzester Zeit über 90 Prozent der Industrie und rund 80 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen Kubas verstaatlicht. Dabei konfiszierte die kubanische Regierung auch amerikanisches Eigentum. Seit 1962 haben die USA ein Wirtschaftsembargo gegen Kuba verhängt. Das Land erhielt in der Folgezeit wirtschaftliche und finanzielle Unterstützung aus Ländern des Ostblocks, vor allem aus der Sowjetunion. Allein die Finanzhilfe der Sowjetunion belief sich zwischen 1961 und 1984 auf insgesamt 38 Milliarden US-Dollar. Ende der achtziger Jahre waren es bis zu fünf Milliarden jährlich. Kubas Außenwirtschaft stützte sich hauptsächlich auf den Handel mit den Ostblockländern. Im Zuge der Auflösung der Sowjetunion 1991 knickte dieser Markt zusehends ein und Kuba versuchte seine ehemaligen Handelsbeziehungen zu Lateinamerika, aber auch zu Europa und Kanada, wieder zu beleben. 1993 unterzeichnete Präsident Fidel Castro einen Erlass, der mehr private Unternehmen im Land zuließ.

Wichtige Stützen der Wirtschaft Kubas sind neben dem Tourismus die Agrarwirtschaft (u. a. Zucker, Tabak) und die Förderung von Nickel – Hauptexportgüter sind Zucker und Nickel. Eine besondere Einnahmequelle sind Einzahlungen von Exilkubanern, die z. B. 1998 rund 800 Millionen US-Dollar ausmachten. Vermochte das Land seine Wirtschaft Mitte der neunziger Jahre vor allem mit Hilfe des Tourismus zu stabilisieren, war Kuba gegen Ende des 20. Jahrhunderts von einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise betroffen. Experten sahen als Auslöser hierfür schlechte Ernten, verursacht durch Dürren und Unwetter, niedrige Weltmarktpreise für die Hauptexportgüter (Zucker, Nickel) sowie erhebliche Strukturschwächen. Die UN-Generalversammlung forderte die USA im November 1999 mit großer Mehrheit auf, das Handelsembargo gegen Kuba aus humanitären Gründen aufzuheben. Daraufhin wurde das Embargo im Juli 2000 gelockert.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 19 200 Millionen US-Dollar. Hiervon erwirtschaften der Dienstleistungssektor 56 Prozent, die Industrie 37 Prozent und die Landwirtschaft 8 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner errechnet sich zu 1 700 US-Dollar.

Kuba gehört zu den führenden Zuckerproduzenten der Welt. Die Zuckerrohrplantagen nehmen 40 Prozent des gesamten Ackerlandes ein. Der Zucker bringt dem Land etwa 75 Prozent der Exportwerte. Die gesamte Wirtschaft hängt deshalb stark von der Zuckerrohrernte ab. Der überwiegende Teil des geernteten Zuckerrohres dient der Produktion von Zucker. Die Zuckererträge sind allerdings stark rückläufig: Während 1990 noch 8,4 Millionen Tonnen erzeugt wurden, waren es 1998 nur 3,3 Millionen. Dieses sehr dürftige Ergebnis kam durch lang anhaltende Dürren und durch Unwetter zustande.

Zweites wichtiges Agrarerzeugnis ist der Tabak, der besonders in der Provinz Pinar del Río angebaut wird. Ein wesentlicher Teil der Ernte wird zu Habana-Zigarren verarbeitet. Weitere wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Reis, Mais, Kaffee, Kakao, Zitrusfrüchte, Ananas, Bananen, Kartoffeln, Bataten, Maniok, Bohnen, Tomaten und Baumwolle. Zudem betreibt man Rinderhaltung. In der Landwirtschaft sind 24,2 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt.

Unüberlegter Holzschlag reduzierte den Waldbestand von über 40 Prozent auf weniger als 10 Prozent der gesamten Landesfläche. Mitte der sechziger Jahre begann die Regierung mit einem Wiederaufforstungsprogramm, und mittlerweile sind wieder 21,4 Prozent der Insel bewaldet (2000). Der jährliche Holzertrag liegt bei 3,25 Millionen Kubikmetern.

Die Fischindustrie umfasst traditionell kleine, unabhängige Betreiber, die in einer Genossenschaft zusammengeschlossen sind. Der Staat fördert die große Hochseeflotte.

Kuba verfügt über verschiedene Bodenschätze. Gefördert werden vor allem Nickel-, Chrom- und Kupfererze, Gold sowie Erdöl und Erdgas. Nickelerz und Nickelkonzentrat gehen hauptsächlich in den Export.

Hauptindustriezweig Kubas ist die Zuckerindustrie. Die Rückstände des verarbeiteten Zuckerrohres gehen in die Papier- und Düngemittelerzeugung. Neben der Nahrungs- und Genussmittelindustrie (Tabak, Rum) sind die Textilindustrie, der Maschinenbau und die petrochemische Industrie von Bedeutung. Seit Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts gibt es auch Joint Ventures mit lateinamerikanischen und europäischen Unternehmen. Im Industriesektor sind 23,9 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt.

Die Währungseinheit ist der kubanische Peso (1 Kubanischer Peso = 100 Centavos). Die Währung wird von der Nationalbank ausgegeben. Alle kubanischen Banken wurden 1960 verstaatlicht.

Zucker und Zuckerprodukte machen rund 75 Prozent des kubanischen Jahresexportes aus. An zweiter Stelle folgen Nickelerz und Nickelkonzentrat. Zu den wichtigen Importwaren zählen Lebensmittel, fossile Brennstoffe, Maschinen und Verbrauchsgüter. Wichtige Handelspartner sind Länder der GUS, Lateinamerikas und der EU sowie Kanada.

Fast alle kubanischen Arbeiter sind in der Gewerkschaft Central de Trabajadores de Cuba (CTC) organisiert, die über drei Millionen Mitglieder hat.

Kuba besitzt ein Straßennetz von 60 858 Kilometer Länge (1999). Das Eisenbahnnetz ist 4 667 Kilometer lang (1998). Internationale Flughäfen gibt es in Habana, Camagüey, Santiago de Cuba und in Varadero. Die Empresa Cubana de Aviación, die staatliche Luftverkehrsgesellschaft, bedient sowohl nationale als auch internationale Strecken.

Kuba besitzt über 30 Seehäfen. Große Güterhäfen befinden sich in Habana, Cárdenas, Bahía Honda, Matanzas und Neuvitas an der Nordküste sowie in Guantánamo, Santiago de Cuba, Cienfuegos und Trinidad an der Südküste. Kubas Handelsflotte verfügte 1999 über 28 Schiffe.

Der Tourismus hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Die Zahl der Gäste aus dem Ausland stieg kontinuierlich von beispielsweise 100 000 Besuchern 1980 auf über 1,6 Millionen Touristen 1999 an. Der Fremdenverkehr brachte Kuba 1999 1,63 Milliarden US-Dollar Einkünfte.

Kuba deckt den überwiegenden Teil seines Strombedarfs mit Hilfe von Wärmekraftwerken (93,9 Prozent). Dabei ist das Land u. a. auf den Import von Erdöl angewiesen. Der Bau eines Kernkraftwerkes unweit von Cienfuegos wurde aus finanziellen Gründen nicht fertig gestellt.

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